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Breite:
10° 50.4' S
Länge:
152° 59.2' O
Ort:
Kimuta Island, Louisaden, Papua-Neuguinea
Datum/Uhrzeit:
19.10.2018
14:35 UTC+10
Wettermeldung:
vom
11.10.2018 11:00 UTC+10
30 °C
Schwache Brise aus Ost

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Logbucheinträge im Oktober 2018

21.10.2018 - Kimuta Island, Renard Inseln, Papua Neuguinea

Ateo Oa Kimuta!

Die Insel Kimuta ist als einzige der Renard Gruppe bewohnt und nur einen Hüpfer von Epoko entfernt, so dass es nahe lag den Einheimischen einen Besuch zu versprechen. Allerdings war es gar nicht so einfach bis ins Dorf zu gelangen, vor Kimuta liegen große Korallenriffe. Wieder halfen uns die Wegpunkte, die Phil Bailey als Dim Dim Passage beschreibt, für die Riffnavigation. Der Riff Durchgang kurz vor der Lagune war allerdings so schmal, dass wir uns trotz der exakten Wegpunkte nicht hineintrauten. Die Locals sahen das und lotsten uns mit ihren Booten hinein. Wir ankerten in sechs Meter tiefen Wasser (10°50,44' S / 152°59,21' O) über weißem Sand fast ohne Bommies (Korallenköpfe).

Bereits kurz nach unserem Ankermanöver tuckerten wir mit Tilly an Land, Riven hatte eine Runde mit einem Segelkanu in Aussicht gestellt. Beim Näherkommen sahen wir bereits Karen und Greg zwischen duzenden, wenn nicht hunderten von Einheimischen am Strand. Wir Dim Dims (Weißen) waren definitiv die Attraktion des Tages - nur eine andere Yacht war in diesem Jahr zu Besuch in Kimuta. Christian, Karen und Greg segelten eine kleine Runde mit dem Auslegerkanu, während ich mit den Kindern an Land blieb und einen Blick in die am Nachmittag leeren Klassenzimmer der Schule schmiss. Auf unserem Rundgang durchs Dorf waren wir nicht alleine, bestimmt 50 Kinder zogen mit uns durchs Dorf und führten uns stolz zur Schule und zum Fußballfeld. Am nächsten Tag sollte das grand Final der lokalen Fussball Meisterschaften stattfinden - sechs Teams gibt es auf der Insel, die jeden Samstag um 13 Uhr gegen einander spielen. Alle, inklusive uns, freuten sich auf das Fußballspiel. Wegen eines Todesfalls auf der Insel wurde es dann aber um eine Woche verschoben.

Zurück am Strand waren die jungen Männer gerade dabei die riesigen Seegurken in aufgeschnittenen Fässern abzukochen. Die Gurken werden so haltbar gemacht bis sie von lokalen Firmen abgeholt werden. Danach gehen sie auf die Reise nach China und Korea, wo sie dann sehr teuer verkauft werden. Auf meine Frage, ob jemand schon einmal probiert hätte wie so eine Seegurke schmeckt, schauten mich die Einheimischen verständnislos an - wieso sollten sie auch bares Geld aufessen? Das Einkommen der Menschen hier zeigte sich an einigen Stellen. Die Häuser waren zwar hauptsächlich aus Palmenblättern gebaut, ruhten aber teilweise auf betonierten Pfählen. Das ein oder andere Wellblechhaus war auch dabei und wir sahen sogar ein Haus mit Satellitenschüssel und eins mit 10-15 Außenbordmotoren zur Reparatur. Heute besuchten wir die Kirche, in der mit E-Gitarre und E-Piano Lieder gespielt wurden. Alles undenkbar für die Banks Inseln von Vanuatu, wo Chief Nikelson eine Lüsterklemme an unserer selbstgebauten LED Lampe ablehnte, da er keinen Schraubenzieher besitzt.

Am nächsten Morgen gingen wir Richtung Dorf und trafen unterwegs Carlos und seine Familie. Sein neunjähriger Sohn hatte einen Malariaschub und zitterte am ganzen Körper. Sie waren unterwegs zu dem kleinen medizinischen Aussenposten im Dorf um nach Medikamenten zu fragen. 15 Malariafälle pro Woche bei 900 Bewohnern ist eine ganze Menge, aber es war wohl schon schlimmer. Wir selbst haben noch nicht eine Stechmücke gesehen, was wohl vor allem daran liegt, dass wir spätestens um halb fünf wieder an Bord von Moya sind und Anopheles bei ein bißchen Wind nicht hinaus aufs Meer fliegt. Wir boten Carlos an heute mit uns nach Misima zu segeln, wenn er keine Medikamente bekommen sollte. Da wir jetzt alleine unterwegs sind, gehen wir davon aus, dass er erfolgreich war.

Später trafen wir Jasper - eine Seele von einem Mensch! Der 25-jährige junge Mann saß bei uns unter dem großen Baum im Schatten, neben ihm saß Timothy. Ich fragte ihn, ob er Kinder habe. „No.“ Auf meine Nachfrage „Not yet?“ erntete ich schallendes Gelächter. Was ich nicht gesehen hatte war, dass die beiden jungen Männer Händchen hielten. Jasper sprach hervorragendes English, er unterrichtet im Dorf Religion an der Schule - jeden Tag eine Stunde pro Klasse. Er war in Misima auf die höhere Schule gegangen und jetzt zurück im Dorf. Er lud uns zum Gottesdienst heute ein und dort lernten wir, dass er auch die Musikgruppe der United Church koordiniert und selbst ein großartiger Sänger ist. Um 11:00 Uhr ging es los, nachdem eine alte Gasflasche geläutet wurde. Die Gemeinde trudelte langsam ein, bis die Kirche randvoll von auf dem Boden sitzenden Menschen war - rechts die Frauen, links die Männer. Die erste halbe Stunde wurde lautstark gesungen und getanzt. Victoria - ich kannte sie bis dahin nicht - stand neben mir, griff meine Hand und tanzte mit mir zusammen, ganz hinten bei der Tür. Danach verließen die Kinder die Kirche und es ging weiter mit Lesungen aus der Bibel. Gelesen und gepredigt wurde von verschiedenen Frauen des Dorfes, der Pastor übernahm nur ganz kurz am Ende des Gottesdienstes das Wort. Der Gottesdienst war teilweise in englischer Sprache, teilweise im Misma Dialekt. Unser Besuch kam immer wieder während des Gottesdienstes vor und gipfelte damit, dass die gesamte Gemeinde uns am Ende die Hand schütteln wollte. Die Frau des Pastors brachte uns hinterher noch Reis und selbst gebackene Brötchen, um sich bei uns zu bedanken. Wir waren sprachlos von der Grossszügigkeit der Menschen und sagen Ateo Oa - Danke vom Herzen!

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19.10.2018 - Epoko Island, Renard Inseln, Papua Neuguinea

Tauchen wie im Aquarium auf den Renard Inseln

Durch den Chubudi Pass segelten wir zusammen mit dem australischen Kat kurz vor Niedrigwasser aus dem Louisaden Archipel heraus. Der breite Pass lag ruhig vor uns, es war slack water. Sogar die besegelten Ausleger Einbäume trauten sich bei dem ruhigen Wetter und bei dem bald einsetzenden einströmenden Wasser aus dem schützenden Barriereriff hinaus. Wenn die Ebbe das Wasser aus dem Pass ins Meer reist, hätten sie wohl keine Chance zurück in die Lagune zu kommen und müssten bis zum nächsten Niedrigwasser warten - das hier seltsamerweise nur einmal am Tag stattfindet.

Der Wind reichte geradeso um mit halben Wind zur nordöstlich gelegenen Renard Gruppe zu segeln. Im Schutz des Riffs, das die Insel Epoko umgibt, gingen wir in 8 Meter tiefem Wasser vor Anker. Das Wasser hier ist glasklar! Beim Ankern sah ich genau, wie sich der Anker in den Sand eingrub und sich die Kette zwischen zwei kleine Korallenköpfe legte. Bis zur Insel lag das Wasser ruhig vor uns, türkis mit dunkelblau durchsetzt, dort wo unter Wasser die Korallen leben. Auf der kleinen unbewohnten Insel gibt es einen weissen Sandstrand, der die Kinder magisch anzog. Wir gingen auf Entdeckungstour und fanden hunderte von babyfaustgrossen leeren Schneckenhäuser im flachen Wasser am Strand. Natürlich zogen wir auch Taucherbrille und Schnorchel auf, um zu schauen wer dort unten so alles rum schwimmt.

Am nächsten Tag war bei uns grosses Brotbacken. Wir hatten Karen und Greg am Abend zu einer echt deutschen Brotzeit eingeladen und gaben uns deshalb ganz besonders viel Mühe in unserer kleinen Bäckerei. Eigentlich haben wir ja genug Übung im Brotbacken, aber seit ein paar Wochen experimentieren wir wieder in der Backstube mit Zutaten, Knet- und Ruhezeit und Backbedingungen, so dass wir nicht ganz sicher waren, ob das Brot auch gut werden wird. In den Ruhezeiten hatten wir dieses Mal ein ganz besonderes Programm. Greg, hat auf der Entice einen Kompressor installiert und besitzt zwei komplette Taucherausrüstungen. Da Karen nicht taucht, lud er Christian und mich zu einem Besuch in die Tiefe ein. Am Morgen gingen die beiden Capitanos direkt ans Aussenriff und tauchten an einer fast senkrechten Riffwand in 35 Metern Tiefe. Dabei waren sie von Schwärmen von Einhornfischen umgeben. Später durfte auch ich einen Versuch machen. Allerdings war es mir wesentlich lieber im flachen Wasser zu bleiben, so dass wir uns einfach das Leben unter unseren Booten anschauten. Wir schwammen von Korallenkopf zu Korallenkopf und es fühlte sich so an, als ob man von einem Aquarium ins nächste springt, nur viel näher dran. Am besten hat mir gefallen, als ich mich einfach auf den Meeresboden setzte und ganz ruhig wartete bis sich die Fische an mich gewöhnt hatten und aus ihren Verstecken herauskamen. Endlich gab es mal genug Zeit die vielen bunten Fische ausgiebig aus der Nähe anzuschauen. Ich habe Chirurgenfische, Schmetterlingsfische, Clownfische, Rochen und viele andere gesehen, aber keine Haie. Mein Highlight war aber ein Tintenfisch, der wie ein Ufo zwischen den Korallen umher schwebte. Nach einer Stunde, war mir zwar unheimlich kalt, auftauchen wollte ich aber trotzdem erst als Greg auf den Tauchcomputer tippt und mir ein Zeichen gab, dass es Zeit war nach oben zu schwimmen. Fasziniert und durchgefroren tauchte ich auf - was für ein Erlebnis!

Später hörten wir ganz unerwartet ein knatterndes Geräusch. Mit zwei Booten mit grossen Outboardern waren 15 Mann unterwegs, um nach Seegurken zu tauchen. Mit gutem Fang hielten sie bei uns für ein Schwätzchen an und versprachen am nächsten Tag mit Lobster wieder zu kommen. „Oh toll, das hatten wir schon so lange nicht mehr“ dachte ich und freute mich schon mal. Tatsächlich kamen die Jungs heute Morgen wieder und brachten uns drei kleine, der Entice 6 grosse Lobster. Während ich für Reis, Zucker und Mehl getraded hatte, hatten die Australier ihnen den big deal versprochen - Taucherbrillen, Flossen, T-Shirts für alle.

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17.10.2018 - Saberi Island, Louisaden, Papua Neuguinea

Schulfrei am Dienstag? Auf den Steininseln der Louisaden

Durch relativ flache, mit Riffen durchsetzte Gewässer fuhren wir weiter nach Westen. Unsere Navionics Karten waren dabei bestenfalls ein Anhaltspunkt. Mittlerweile sind wir aber besser ausgestattet, nämlich mit Google Earth Fotos und sogar einem abfotografieren Cruising Guide der Louisaden, in welchem zahlreiche Ankerplätze beschrieben sind. Beides haben wir von den bestens organisierten Australiern bekommen (Tausend Dank, Karen und Greg, ihr seid unsere Stars!). Trotz unserer neuen Ausstattung haben wir große Teile der Überfahrt im Schleichtempo zurückgelegt mit mir als lebende Galionsfigur und Ausguck. Die Sicht war teilweise wirklich schlecht, die Sonne reflektierte sich im Wasser, außerdem liegen die Inseln hier seit Tagen im Dunst. Am Ende haben wir für die nur 18 Meilen lange Passage fast 5 Stunden gebraucht und sind dann im Schutz von einigen kleinen Vulkansteininseln im nur 4 Meter flachem Wasser vor Anker gegangen.

Unser Ankerplatz (11°07,3' S / 153°05,1' O) hier ist wahnsinnig schön. Die kleinen, grünen Inseln vor uns liegen im hell türkisfarbenem Wasser, dazwischen segeln die Auslegerkanus herum. Hinter uns liegt die etwas größere Insel Saberi mit einem kleinen Dörfchen und feinem weißen Sandstrand.

Am Morgen nach unserer Ankunft bekamen wir Besuch von Sasatima. Die 20-jährige junge Frau war gerade für drei Monate zu Besuch auf der Insel. Sie sprach exzellentes Englisch und will die hiesigen Dorfkinder wieder dazu animieren in die Schule zu gehen. Es gibt sogar eine Grundschule auf der Insel, in der allerdings auf Englisch unterrichtet wird. Da die Kinder Schwierigkeiten mit der ihnen fremden, obwohl offiziellen Landessprache haben, haben viele von ihnen aufgegeben und gehen einfach nicht mehr hin. Leider werden sie von ihren Eltern nicht von der Wichtigkeit des Lernens überzeugt. Vielleicht liegt das daran, dass hier auf der Insel geschätzt mindestens fünf Kinder auf jeden Erwachsenen kommen, vielleicht auch an der Kultur? Diese Beobachtung steht jedenfalls im Gegensatz zu Vanuatu, wo die Kinder in jedem noch so kleinen armen Dorf in die Schule gehen und die Dörfer morgens deshalb regelrecht ausgestorben wirken.

Später am Morgen besuchen wir das Dörfchen und werden von einer großen Gruppe Kinder am Strand begrüßt. Mehrere Frauen mit kleinen Babies waren auch da und warteten im Schatten. Als wir um die Ecke kamen, entdeckten wir eine Krankenschwester, die vom Krankenhaus in Nimoa gekommen war und die Kinder nacheinander mit Polio Impfstoff versorgte. Alles wurde säuberlich in einem großen Buch der Schwester und dem Gesundheitsheftchen jedes Kindes dokumentiert. Norbert, der einen kleinen Laden im Dorf hat, erzählte uns, dass alle 6 Monate eine Schwester kommt, damit auch die neugeborenen Kinder ausreichenden Impfschutz haben. Neben Polio, wird auch gegen Masern, Pokken, Tuberkulose und Tetanus geimpft. Norbert selbst war bis vor kurzem Lehrer gewesen, hat sich nun aber wieder auf seiner Heimatinsel niedergelassen, da seine Augen zu schlecht geworden waren. Nach der Grundschule gibt es in PNG auch eine Primary und Secondary school. Nur die Besten können in die Sekundärschule und müssen dafür entweder aufs Festland nach Alotou oder nach Misima. Norbert hat diese Ausbildung und eine zwei jährige Weiterbildung zum Lehrer gebraucht, bevor er das erste Mal an der Schule unterrichten durfte.

Inzwischen war der Strand voll von Segelkanus. Alle waren für ein Treffen gekommen. Diskutiert werden sollte, wie mit den Haien umgegangen werden soll. In der Lagune habe es immer wieder Zwischenfälle gegeben, so dass einige Leute sogar glauben die Haie werden durch Magie von anderen Menschen gesteuert. Das war das erste Mal, dass wir die sonst so christlichen Menschen von Magie und Aberglauben haben sprechen hören. Bei dem Treffen waren wir nicht dabei, dass es wichtig war sahen wir aber an den vielen Kanus, die von anderen Inseln gekommen waren. Die Guineaner hier verdienen den Großteil ihres Geldes damit, dass sie im tieferen Wasser nach Seegurken tauchen und sie an die Chinesen weiterverkaufen. Ja nach Art bekommen sie für die Gurken bis zum 200 Kina (ca. 70 Euro) pro Kilogramm, eine sehr lukrative Geldquelle also. Kein Wunder, dass sie dabei von den Haien nicht gestört werden wollen. Ein bißchen gewundert habe ich mich trotzdem, da nach meinen Informationen die Haie im Archipel fast ausgerottet sein sollen, da auch die Haifinnen zu astronomischen Preisen verkauft werden können.

Wir gingen lieber noch ein bißchen strandeln an dem kleinen Traumstrand nebenan bis dann die Entice frisch gefangenen Fisch für ein gemeinsames Abendessen brachte.

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14.10.2018 - Nimoa Island, Louisaden, Papua Neuguinea

Zu Besuch im Provinzkrankenhaus der Louisaden

Um den vielen Einbäumen kurzzeitig zu entkommen, segelten wir nur 2 Meilen zurück bis zum Riff. Vor einer kleinen Insel gingen wir in 10 Meter tiefem Wasser vor Anker (11°21,48' S / 153°19,89' O), sonderlich vor Wind geschützt war diese Stelle zwar nicht, aber wir wollten auch nicht lange bleiben. Ob Papua Neuguinea tatsächlich einer der besten Orte unseres Planeten zum Tauchen und Schnorcheln ist, wollten wir herausfinden, schnappten uns Tilly und tuckerten hinüber zur Insel. Mit Schnorchel, Maske und Flossen gingen wir auf auf Entdeckungstour an einem x-beliebigen Ort, der in keinen Guide stand. Leider war das Wasser hier nicht so glasklar wie an anderen Orten, aber es gab viele kleine bunte Fische, die leider, wie immer, viel zu schnell waren für meine Kamera. Es waren nicht so sehr die Fische, die mich beeindruckten, sondern vielmehr die Vielfalt der Korallen. In Gelb-, Orange-, Rosa-, Blau- und Brauntönen formten sie die unterschiedlichsten Gebilde unter Wasser - rundlich, fächerförmig, tellerförmig, spitz oder platt. Es waren Gärten aus Korallen, zwischen welchen sich die Fische versteckten. Ich bin schon ganz gespannt auf unsere weiteren Schnorchelrunden, wir werden hier bestimmt noch tolle Tiere und Pflanzen entdecken.

Für die Nacht wollten wir hier nicht bleiben und außerdem hatten wir ja noch unseren Postbotenauftrag zu erledigen. So fuhren wir bis an das Westende von Sudest Island nach Badia (11°19,6' S / 153°12,66' O). Dort gibt es einen kleinen Laden, der den Einwohnern der umliegenden Inseln das Notwendigste verkauft. Nur eine Familie besitzt die kleine Siedlung mit 2 Häusern und einem richtigen Bootsanleger aus Beton. An Land treffen wir wie immer viele Kinder, aber wir merken gleich, dieser Ort spielt in einer anderen Liga. Alle Kinder tragen T-shirts und Shorts ganz ohne Löcher. Keines der Kinder läuft in Fetzen oder wie so oft sogar nackt herum. Badia ist der Hauptversorgungsstützpunkt der Louisaden. Wer Reis braucht, läuft viele Meilen weit hierher oder kommt von anderen Inseln mit den Boot.

Bereits am nächsten Morgen segeln wir nach Nimoa und trauen unseren Augen kaum - in der Bucht liegt ein Katamaran vor Anker. Welch ein Zufall! Die Einheimischen erklärten uns, dass nur zwischen 5 und 10 Boote im Jahr hier vorbei schauen. Die Entice ist das erste Cruising Boot, das wir seit Wochen sehen und natürlich wollten wir gleich „Hallo“ sagen. Karen und Greg luden uns direkt auf einen Sundowner ein. Die Entice war gerade aus den Salomonen nach PNG gekommen, auch sie hatten seit Wochen kein anderes Segelboot gesehen. Die Kinder waren auf Wolke 7, denn es gab hier einen Fernseher und sie durften das Dschungelbuch sehen, so versumpften wir bei den beiden netten Australiern bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen wurde schon früh auf dem Kat gehämmert, die Ankerwinsch hatte einen Wackler. Mit so einem Boot ohne Winsch in diesen Gewässern zu segeln ist fast unmöglich, deshalb wollte Greg der Sache auf den Grund gehen bevor die Gute endgültig streikt. Wir packten unsere Spendentüte um einen Besuch im Krankenhaus der Insel zu machen, änderten unsere Pläne aber als wir den oben bis unten schwarzen Australier auf dem Vordeck des Kat sitzen sahen. Greg und Christian bauten nun zusammen die Ankerwinsch erst aus ihrer Halterung und dann auseinander, während Karen, die Kids und ich eine Tour an Land machten. Die Kohlenbürsten hatten sich verhakt, so dass die Winsch bald vollkommen ausgefallen wäre. Als wir aus dem Dorf zurück kamen, fanden wir zwei vor Dreck strotzende, erledigte, aber zufriedene Capitanos. Mit vereinten Kräften hatten die Beiden den Fehler gefunden, die Kohlen glatt geschliffen, das reparierte schwere Teil wieder zusammengesetzt und eingebaut.

Währenddessen waren wir nicht nur im Dorf, sondern auch im Krankenhaus, dem einzigen, das es hier in den Louisaden gibt. Schwester Maria erzählte uns, dass sie im Krankenhaus keine Ärzte haben, allein die Schwestern sorgen sich um die Patienten und pflegen sie gesund. Nur einmal im Jahr kommt ein Arzt auf Visite vorbei. In Notfällen werden die Patienten mit dem Boot nach Misima, dem 50 sm entfernten Provinzzentrum gebracht. Die Behandlung von Messerwunden und Malaria sind neben den Geburten die Hauptaufgaben der Schwestern. Nur leider sind die Medikamente - vor allem Schmerzmittel und Malariatabletten - immer zu knapp. Nur ein bis zwei Mal im Jahr bekommen sie hier Nachschub aus Port Moresby. Neben Milchpulver, Babyschlafsack, Nuckelflasche, Verbandszeug und einigen Brillen, ließen wir ein Drittel unserer Bordapotheke bei Schwester Maria. Auch wenn nur Schwestern vor Ort sind, bin ich sicher, sie wissen genau wie sie die Schmerzmittel, Anti-Histaminika, Adrenalin und Lidocain verabreichen müssen, die in unserem Beutel waren. Insgesamt war ich positiv überrascht von den Räumen. Das Haus ist ein solides Holzhaus mit Glasfenstern, die Böden sind gefliest. Auf dem Edelstahlwagen im Zimmer lagen sterile Instrumente noch eingepackt vom Autoklavieren. Im Zimmer nebenan, saßen zwei Frauen mit neugeborenen Babies auf den sauberen Betten. Bis zu drei Monate vor der Geburtt wohnen die Frauen der umliegenden Inseln im Gästehaus nebenan, da nur selten ein Boot für den Transport zur Verfügung steht.

Vor dem Krankenhaus wartete eine ganze Horde an Kindern auf uns. Heute war ja Sonntag, deshalb hatten alle Zeit sich genau anzuschauen, was wir auf ihrer Insel machen. Speziell Joshi und Joni wurden genauestens inspiziert. Auf dem Platz vor dem Krankenhaus fanden wir ein kleines rundes Etwas. Erde und Blätter waren in eine alte Reistüte gefüllt und zur einer Kugel zusammen gebunden. Ich brauchte einen Moment bevor ich begriff, dass die Kids mit dieser Kugel Fussball spielen. Schade, dass wir keinen Ball mitgenommen haben, aber wenigstens Luftballons.

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12.10.2018 - Muhua Bay, Sudest Island, Louisaden, Papua Neuguinea

Willkommen in Papua Neuguinea

Wir waren ja nicht so sicher, ob wir durch die Snake Passage tatsächlich in die Lagune des Inselarchipels der Louisaden einlaufen würden können. Unsere cMAP Seekarte ist für die Louisaden nicht zu gebrauchen, sie zeigt nur eine einzige, grün blau gemusterte Fläche. Die Navionics Karte ist schon besser, aber auch auf ihr gibt es viele ausgegraute, ungenaue oder gar falsche Stellen. Die Wegpunkte der Snake Passage hatte ich noch in Vanuatu mit funktionierendem Internet auf Blogs von anderen Seglern recherchiert. Speziell Phil Bailey von der australischen Yacht Maranatha (www.maranatha.id.au) hatte sich in jahrelanger Arbeit und zahlreichen Trips in die Louisaden die Mühe gemacht, Wegpunkte für Ankerbuchten und Passagen durch die umliegenden Riffe zu erstellen. Wo er die Snake Passage, einen Pass im Riff, beschreibt, ist aber auf unserer Navionics Seekarte nur ein solides Riff eingezeichnet. Erst einige Stunden weiter nördlich gibt es laut Karte den ersten Pass in die Lagune, den Hudumalwa Pass. Dieser muss, genauso wie damals auf den Tuamotos, gut getimed angelaufen werden, da mit den Gezeiten und dem ein- und ausströmendem Wasser aus der riesigen Lagune sehr starke Strömungen bis zu 9 Knoten herrschen - da würden wir unter voller Maschinenlast rückwärts fahren. Am Hudumalwa Pass wären wir erst kurz vor Sonnenuntergang gewesen und hätten so nur noch sehr wenig Zeit gehabt um bei schlechtem Licht einen günstigen Ankerplatz zu suchen. Deshalb haben wir beschlossen uns anstatt dessen die Snake Passage aus der Nähe anzuschauen.

An der Stelle des beschriebenen Wegpunkts gab es kein Durchkommen. Später fanden wir heraus, dass sich wohl ein kleiner Typo in Phils PDF eingeschlichen hatte, denn 2 Minuten weiter nördlich war dann die Einfahrt in die Passage bei 11°20,98' S / 153°22,93' O (alle anderen Wegpunkte waren exakt). Von dort schlängelte sich die 50 Meter tiefe, etwa 100 Meter breite Wasserstraße wie eine Schlange durchs Riff und machte ihrem Namen alle Ehre. Zur Sicherheit stand ich vorne an Moyas Bug und hielt Ausschau nach Untiefen. Es regnete, der Himmel war grau, aber trotzdem genoss ich es pitschnass da zu stehen. Die Schönheit des Riffs war phantastisch, das flache Wasser leuchtete trotz des bedeckten Himmels in hunderten von türkis und blau Tönen. Die Calvados Gruppe im Hintergrund erstreckte sich mit sanften, saftigen, grünen Hügeln von rechts nach links. Neben dem dichten Urwald gibt es hier weite Grasflächen.

Nach einer Stunde hatte wir es geschafft, wir waren in der Lagune angekommen. Die gesamte Passage war breit und tief gewesen und unsere Seekarte ganz offensichtlich falsch. Wir werden bei nächster Gelegenheit unsere Tracks zu Navionics hochladen, vielleicht wird die Karte dann in Zukunft besser. Vor Anker gingen wir unweit des Ausgangs der Passage, in der Muhua Bucht (11°22,4' S / 153°18,1' O) in 8 Meter tiefem Wasser über Matsch, das Wasser war spiegelglatt, kein Lüftchen wehte.

Wegen des Regens kamen sie erst am nächsten Morgen, dafür direkt bei Sonnenaufgang. Kinder und junge Erwachsene und Elimo in ihren Ausleger-Einbäumen. Jeder hatte etwas zum Handeln dabei. Wir kochten Kaffee, den hier jeder so gerne trinkt, luden die Bande ins Cockpit ein und fragten, was sie denn brauchen. Nach dem anfänglichen Schnorchelsachen, die wir leider nicht dabei hatten, fand sich dann doch etwas für jeden. Haken und Köder zum Fischen waren am beliebtesten. Anders als in Vanuatu, fischen die Menschen hier in der Lagune und fahren sogar in großen besegelten Ausleger-Einbäumen raus ins offene Meer. Mit ihrem Gaffelsegel können sie sogar vorwärts und rückwärts fahren ohne zu wenden.

Später paddeln wir mit Tilly ins Dorf und Michael gibt uns eine Tour. Am Wasser liegen eigentlich nur die Einbäume, das eigentliche Dorf ist oben am Hügel. Zusammen mit Micheal und einigen Kinder wandern wir durch das dichte hüfthohe Gras die Küste hinauf. Immer wieder griff Micheal in seine Palmwedel-Handtasche zog ein weißes Pulver und eine kleine grüne Frucht, eine Bitternuss, hervor. Das Pulver wird aus verbrannten Korallen hergestellt, er streute es auf die Frucht, die sich rot verfärbte, kaute darauf herum und spuckt alles wieder aus. Auf dem kleinen ausgetretenen Pfad gab es überall schon rote Flecken auf dem Boden. Jeder hier scheint die Früchte zu kauen, denn alle haben rotbraun verfärbte Zähne. Das sieht zwar nicht schön aus, scheint aber die Zähne zu schützen, wir sahen eigentlich nur gesunde Gebisse. Wir treffen den Pastor, seine Frau und Tochter, viele Kinder und Schweine, die hier überall herumrennen. Dann lädt Michael uns zum Mango Essen auf die Veranda seines Hauses ein. Christian setzt sich lieber schnell hin, er hat Bedenken, dass die dünnen Bodenhölzer unter seinem Gewicht nachgeben. Eine alte Frau mit stahlblauen Augen kommt mit vielen 1-2 jährigen Kindern im Schlepptau, sie scheint auf die Kleinen aufzupassen. Eines der Kinder hält ein 30 cm langes Küchenmesser in der Hand. Die Messer sind hier die wichtigsten Werkzeuge, gut um Gras zu mähen, Zweige zu abzuschneiden, Früchte zu ernten - sie sind immer dabei. Als die Alte uns eine Yamwurzel in die Hand drückt, war unser Rucksack mit den Handelsgütern schon leer, so dass ich meinte, dass ich die Wurzel nicht annehmen kann, da ich ihr leider nichts geben kann. Sie meinte nur „don t worry“ und wollte ganz offensichtlich, dass wir sie haben sollten. Im Rucksack fand ich noch 2 alte Schnullis von Joni, die ich ihr mit einigen Bonbons gab. Nachdem ich ihr erklärt hatte, wofür Schnullis denn gut sind, war sie total begeistert. Ich bin allerdings nicht ganz so sicher, ob ich da etwas Gutes gemacht habe.

Auf dem Rückweg zu Moya treffen wir Elimo noch ein Mal. Er hatte uns gesucht und gab uns zwei „Briefe“. Einer der beschriebenen Blättern war für das Nachbardorf bestimmt, wir sollten es bitte dorthin mit nehmen, wenn wir weiter fahren. Das andere war für uns, es war ein Dankesschreiben, dass wir sein Dorf besucht haben - wir waren geehrt und etwas verlegen. Nach unserem Besuch im Dorf riss der Strom der Ausleger Einbäume nicht mehr ab, jeder wollte uns noch etwas Bringen und natürlich etwas dafür haben.

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13.10.2018:
Kommentar from Lars
Das sind ja tolle, spannende Zeiten! Viel Spass weiterhin. Habt ihr schon einen Plan wie es weitergehen soll? Landet ihr auch an der Nordspitze Australiens an?
10.10.2018 - Pazifischer Ozean - 11°24' S / 153°37' O

Angeln im Salomonen Meer

Mit Ausnahme des kleinen Thunfisch, den wir in den Banks Inseln von Vanuatu gefangen haben, hatten wir schon seit langem keinen Fisch mehr an der Strippe. Unsere Passagen zwischen den Inseln von Vanuatu waren meist nächtliche Überfahren, auf denen wir nicht angeln und auf der Passage von Tonga nach Fiji war Fischen wegen des schlechten Wetters nicht möglich. Der letzter Fang, der in unserer Pfanne gelandet ist, liegt also schon bis Nuiatoputapu (Tonga) zurück. Entsprechend waren die Kinder erbost, als wir den letzten Thunfisch verschenkt haben und sie ihre heiß ersehnte Proteindosis dahingehen sahen. Fleisch gibt es bei uns ohnehin nur für wenige Tage, wenn wir etwas an Land auftreiben können, das letzte Mal vor zwei Wochen in Santo, so dass die Jungs mittlerweile schwer begeisterte Fischesser sind, auch wenn sie noch zu Beginn unserer Reise die Nase gerümpft haben.

Als dann vor zwei Tagen endlich unsere leeren Limodosen klapperten, die wir an unserer Handleine als Fischalarm befestigt haben, waren Joshi und Joni ganz aus dem Häuschen. „Endlich wieder ein Fisch!“ Moya sauste mit 7 Knoten durch die Salomonen See, der Himmel war bedeckt, auch die See war einigermaßen ruhig, perfekte Bedingungen also zum Angeln. Ich ging direkt an unsere Leine, an der es ordentlich zog und zappelte. Wenig später hatten wir die 40 Meter Leine aufgerollt und einen richtigen Kämpfer an Deck liegen. Nicht zum ersten Mal hatte ich großen Respekt, als ich die spitzen Zähne des Barrakuda sah. Die will man lieber nicht in der Hand stecken haben. Barrakudas schmecken ausgezeichnet, man kann sie oft aber trotzdem nicht essen. Das liegt daran, dass sie Ciguatera in ihrem Gewebe anreichern, das auch für uns Menschen gefährlich ja sogar tödlich werden kann. Die kleinen Rifffische essen das Ciguatera-haltige Plankton des Riffs, werden dann von den Barrakudas verspeist, die es über die Jahre nicht abbauen, sondern im Muskelgewebe speichern, deshalb wird empfohlen nur kleine bis mittlere Exemplare zu essen. Da unser Barrakuda nur 2.5kg schwer (große werden bis zu 20 kg oder mehr) war und wir ihn weit draußen entfernt von den potentiell verseuchten Riffen gefangen haben, freuten wir uns auf ein Festessen am Abend.

Noch bevor ich damit fertig war den Fisch zu schuppen, rappelte es schon wieder. Dieses Mal hatten wir einen Mahi am Haken. „Seit den Marquesas fischen wir schon mit diesem rosafarbenen Squidköder. Er lebt immer noch und hat bis jetzt noch jeden Fisch gelandet“ meinte Christian gerade als ich den Mahi heranzog. Tatsächlich haben wir jetzt eine für uns optimale Angelausstattung zusammen. Nachdem sich im Atlantik noch jeder zweite Köder verabschiedet und mindestens so viele Fische reisaus genommen hatten, haben wir Lehrgeld bezahlt. Wir wissen jetzt, dass eine Handleine bei uns genauso gut funktioniert wie eine Angel und dass es vor allem auf die Haken ankommt. Stark müssen sie sein! Trotzdem hatte der Capitano kaum den Mund zu, als uns der erste Fisch seit den Marquesas ausbüchste. Murphy lässt grüßen! Heute Morgen klapperte es wieder und dieses Mal waren wir selbst Schuld, dass sie schöne Goldmakrele entkam. Der Gaff saß anstatt in der Seite nur in der Finne des Tieres, was der Schöne beim Herausheben ausnutzte. Das war wohl eher schmerzhaft, aber immer noch besser als es der vierte Fisch hatte, den wir vor einer Stunde an Bord zogen.

Meine Hypothese, dass der Westpazifik leer gefischt ist, wurde in den letzten drei Tagen gründlich widerlegt. Zumindest in der Salomonen See kann man noch täglich nur mit einer Leine einen Fisch fangen, genauso wie das auch im Ostpazifik war. Nur Thunfische machen sich hier wie dort rar.

In einer Stunde werden wir durch die Snake Passage in das Archipel der Louisiaden einschiffen - nach fast 7 Tagen auf See. Moya ist regelrecht nach Papua Neuguinea geflogen. Wir freuen uns auf den Landfall.

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08.10.2018 - Pazifischer Ozean - 12°36’ S /158°18’ O

Indispensable reefs

Indispensable heißt eigentlich unverzichtbar, für uns waren die Riffe leider aber eher unerreichbar.

Am Samstag Abend segelten wir nur noch wenige Meilen östlich der Riffe und entschieden uns, mangels Seekartenmaterial in ausreichender Qualität, nach Süden abzudrehen, um einen großen Bogen um die sich über 85 Seemeilen von NW nach SO erstreckende Kette aus drei Atollen herum zu segeln. Unser Plan war bei Tageslicht auf der wind- und schwellabgewandten Seite des Riffs zurückzukehren und zu ankern, um uns die mitten im Ozean liegende Unterwasserwelt anzuschauen.

Wir umsegelten also während der Nacht in gebührendem Abstand das südliche Atoll der Indispensable Reefs, um dann Richtung Nordwesten entlang der Kette hinauf zu fahren. Bei Tagesanbruch befanden wir uns laut Seekarte nur noch 4 Meilen von der westlichen Riffkante weg und ich wurde etwas nervös, denn wir sahen nichts. Keine Insel, kein Riff, keine sich brechenden Wellen, sondern nur sich sanft wogende Wellen soweit das Auge reichte. Auf unserer Seekarte war nur die ungefähre Lage der Riffe verzeichnet, ohne jegliche Details. Wir wussten nicht wirklich, wie gut die wenigen Informationen mit der Realität übereinstimmen und waren deshalb unsicher, wo das Riff anfangen würde. Um besser navigieren zu können, holten wir das Vorsegel ein und schalteten vorsichtshalber 2 Meilen vor der Riffkante laut Seekarte Henry ein. Langsam tasteten wir uns unter Segel weiter vorwärts und suchten mit dem Fernglas den Horizont nach brechenden Schaumkronen ab. Mein Unbehagen wuchs mit jedem Meter - wäre ich James Cook gewesen, wären vermutlich viele Inseln des Südpazifiks erst viel später entdeckt worden. Als wir laut Seekarte schon das Riff berührten und noch immer nichts sahen, wollte ich die Aktion abbrechen. Christian blieb gelassener und tastete noch ein wenig weiter und tatsächlich sah ich nach weiteren 2 Minuten das aufgewühlte Wasser vor uns im Fernglas. Wir hatten die Riffkante gefunden, die konservativ auf den Seekarten verzeichnet war. Beide unserer Seekarten, sowohl cMAPs als auch Navionics lokalisieren das Riff zwar in etwa richtig, stellen die Form aber nicht gut genug dar und haben zu wenige Details.

Die Sicherheit wuchs dann auch wieder mit dem Näherkommen, da wir das Riff jetzt sehr gut ausmachen konnten. Wir umkreisten eine Riffspitze (12°39.6'S, 160°16.8'O) im mittleren Atoll, hinter der wir geschütztes ruhiges Wasser vermuteten und tatsächlich lag diese Riffkante ohne auch nur das leiseste Schaumkrönchen vor uns. Allerdings zeigte unser Echolot immer noch 60 Meter, zu tief zum Ankern. Hinter der Riffkante sahen wir mehrere Einbäume, die wohl viele Seemeilen übers offene Meer hierher zum Fischen gekommen sein mussten, Renell Island ist über 60 Meilen entfernt. Zweifelsohne eine ziemlich gefährliche und anstrengende Aktion für die Fischer. Am Bug stehend schaute ich ins Wasser, Christian steuerte, wir suchten weiter nach einem geeigneten Ankerplatz. Das Wasser war glasklar, in 24 Meter Wassertiefe sah ich den Grund, dann waren es nur noch 18 Meter, Sand und einige Korallenköpfe lagen da kurz vor der Riffkante. Das wäre der Spot gewesen. Aber wir wußten das erst später, noch dachten wir etwas Besseres zu finden, weiter weg von der Kante und nicht ganz so tief. Wegen der großen Korallenköpfen beschlossen wir weiter nördlich nach einer geschützten Stelle zu suchen. Dort gab es aber durchweg für unser Echolot nicht messbar tiefes Wasser direkt neben der Riffkante und keine Einfahrt in die Lagune. Nach mehreren Stunden gaben wir auf und ärgerten uns ein bißchen, wirklich gerne hätten wir uns das Riff so mitten im Nirgendwo angeschaut, aber den gesamten Weg gegen den Wind zurück zu einem nicht ganz idealen Ankerplatz wollten wir dann auch nicht und drehten Richtung Westen ab.

Für die nächsten Tage ist guter Segelwind vorhergesagt, wir machen jetzt Strecke und fliegen direkt nach Papua Neuguinea, noch 300 Meilen sind es bis zum Ziel.

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06.10.2018 - Pazifischer Ozean - 12°54' S / 161°06' O

Unter Drohnenbeobachtung durchs Korallenmeer

Seit knapp drei Tagen sind wir nun auf See und haben Moyas Segel seit dem Auslaufen in Torres nicht angerührt. Sie stehen immer noch beide auf der Steuerbordseite und drücken unsere Lady ganz leicht nach Lee. Eine leichte Brise aus Süden weht konstant und zieht uns ganz gemächlich Richtung Westen. Die See ist fast glatt, nur kleine Wellen plätschern gegen Moyas Rumpf. So konstant gemütlich waren wir bisher selten unterwegs und das obwohl diese Breiten für Flaute berüchtigt sind. Der Wind und die See zeigen sich momentan von ihrer besten Seite, tagsüber mit lockerer Bewölkung und Sonne, nachts mit atemberaubenden Sternenhimmel, der Milchstraße und leuchtendem Plankton ringsum Moya im Wasser.

Wir gehen unseren alltäglichen Beschäftigungen nach, die Kinder spielen und ich habe sogar einen Modus gefunden vorzulesen ohne dass mir übel wird. Das geht nur im Liegen mit dem eBook reader - das weiß ich aber erst seit vorgestern. Die neu gewonnene Freiheit genießen die Kinder in vollen Zügen, so dass wir schon Michel aus Lönneberga fertig und Ronja Räubertochter und Warum gibt es alles oder nichts? halbfertig gelesen haben. Ansonsten hadern die Jungs momentan etwas mit unseren Regeln an Bord, so dass wir mehrmals täglich trotzig weinende Kinder zur Beruhigung in ihre Koje schicken müssen. Es ist nur schwer zu begreifen warum der Würfel eine Sekunde nach dem Satz “wenn Du ihn wieder mit Absicht runterwirfst, hören wir auf zu spielen”, wieder auf den Boden gepfeffert wird. Wir führen also neben dem Segelboot ganz normale Erziehungsgrabenkämpfe. Manchmal wüsste ich gerne, wie andere Eltern diese Phasen ihrer kleinen Tyrannen in geregelte Bahnen lenken, hier bekommt man leider eher wenig externe Impulse und schlägt sich so durch - hoffentlich ohne den Kurzen zu schaden, auch wenn die Stimmung an Bord manchmal etwas leidet.

Das Aufregendste der letzten beiden Tage waren aber tatsächlich nicht unsere Kinder, sondern eine riesige, weiße Drohne. Die ist mit ihren etwa 10-15 Meter Flügelspannweite im Tiefflug nur knapp über Moyas Mast hinweg gedonnert und war in Sekunden mit ihrem Düsentrieb am Horizont verschwunden. Wir rätseln immer noch wo die hergekommen sein mag. Von Vanuatu wohl eher nicht, denn dort hängen selbst die Patrouillenschiffe im Hafen fest, da kein Geld für den Diesel da ist. Auch von den Salomonen und Papua-Neuguinea ist es schwer vorstellbar, dass so ein Gerät kommt, beide Länder sind sogar noch ärmer als Vanuatu. Wer sonst noch Interesse an diesem Seegebiet haben könnte wissen wir nicht so recht, am ehesten vielleicht noch Australien, aber von dort sind wir immerhin noch 1000 Meilen weit weg und die Flüchtlinge bis in ihre Ursprungsländer zurückzuverfolgen, werden wohl selbst die Aussies nicht.

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04.10.2018 - Lonakwarenga, Tegua, Vanuatu

Robinson Feeling auf den Torres Inseln

Nachdem der Mond aufgegangen war, zogen wir unser Eisen aus dem Wasser, setzten die Segel und verließen Ureparapara. Noch einige Minuten zuvor war es stockdunkel im Vulkankrater, kein Licht war zu sehen, nicht einmal die Sterne sah man durch die Wolkendecke. Es war so dunkel, dass man seine eigene Hand nicht vor Augen sah und das im Freien, das hatte ich zuvor noch nie erlebt - stockdunkel wie in einer Höhle. Als der Mond dann am Himmel stand, war der Kraterrand auszumachen, wir sahen wo das Wasser aufhörte, das Land und der Himmel anfingen, zusammen mit unserem aufgezeichneten Track der Einfahrt war es somit kein Problem auch bei Nacht die Segel zu setzten. Bis zu den Torres Islands, der nördlichsten Inselgruppe Vanuatus, waren es gerade mal 50 Meilen, zu wenig für eine ganze Nacht, aber tagesfüllend, deshalb starteten wir um 2 Uhr morgens, um am frühen Nachmittag auf Tegua anzukommen.

Nicht untypisch für unser momentanes Seegebiet waren die Winde zu Anfang unserer Passage schwach, es reichte geradeso zum Segeln. Als wir dann am Morgen aus dem Lee von Ureparapara herauskamen, nahm Moya langsam Fahrt aus und wir segelten gemütlich in sehr ruhigen Wasser auf die Inselgruppe zu. Nach der Grand Passage noch einmal links um eine kleine Insel herum, dann sahen wir die Lonakwarenga oder auch Hayter Bucht. Ich hatte zuvor recherchiert, dass man auf den Torres Inseln hier am geschütztesten liegen kann. Wir fingen an nach einem Ankerplatz zu suchen. Und suchten und suchten. Der aus Süden kommende Schwell fand fast ungebremst seinen Weg in die Bucht, genauso wie der Wind. Unser Kartenmaterial war bestenfalls rudimentär. Ich stand am Bug sah unter mir im 15 Meter tiefen blauen Wasser ganze Canyons aus Koralle, in denen sich unsere Ankerkette mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verheddern würde. Das könnten wir gar nicht gebrauchen. Hilfe wäre hier jedenfalls nicht zu erwarten, bereits seit Santo haben wir keine andere Segelyacht gesehen und auch an Land war auf den ersten Blick keiner da. Da es wohl keine bessere Bucht geben würde, suchten wir weiter. Im flacheren Wasser reichten die Korallenköpfe bis dicht unter die Wasseroberfläche, stellenweise schauten Steine aus dem Wasser, so dass wir hier auch nicht ankern konnten. Schließlich fanden wir einen ca. 20 Meter langen Sandpatch, schmissen den Anker und hofften, dass der Wind aus gleicher Richtung weiterwehen würde. Das tat er zum Glück auch und unsere Ankerkette blieb frei, trotzdem war die Nacht eine rollige Angelegenheit. Beim Frühstück flog sogar die Kaffeekanne vom Tisch.

Dafür lag Moya in sehr schöner Kulisse, in klarem Wasser vor einem weißen, unberührt wirkenden Sandstrand. Unter den Palmen spielten die Kinder den ganzen Tag im flachen Wasser, bauten Sandburgen, buddelten Krebse aus und machten kleine Expeditionen hinein in den dahinter liegenden Dschungel. Wir fanden kleine Pfade, eine aus Palmenblättern gebaute Shelter und ein aufgehängtes Fischernetz. Die Palmenblättern waren noch grün, so dass erst kürzlich jemand hier gewesen sein muss, aber nicht heute. Dafür fanden wir im Dschungel einen freigeräumten Platz und ein mit Plastikblumen geschmücktes Grab, das so gar nicht hierher passen wollte und fast ein bisschen unheimlich war, wenn man an die kannibalische Vergangenheit der Ni-Vans denkt.

Wir blieben dann doch lieber am Strand und genossen diesen wahnsinnig schönen Platz und schnorchelten in den Canyons herum, bevor wir am späten Nachmittag Richtung Westen starteten und Vanuatu verließen. Noch blies ein lebendiger Wind aus Süden, aber die Wettervorhersage sagte Flaute zum Wochenende mit ungewisser Dauer voraus. Eine ganze Woche auf Tegua wäre zwar reizvoll, aber Liuas Hinweis nehmen wir dann doch besser ernst.

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02.10.2018 - Lesereplag, Ureparapara, Vanuatu

Vor Anker im Vulkan Ureparapara

In Vanua Lava ging es dann doch noch etwas zur Sache. Aus den stetig wehenden 25 Knoten, wurde ein böiges etwas. Es wehte mit 15 Knoten solange bis der nächste Hammerschlag über uns hinweg ging. Unser Windmesser konnte die Windschläge nicht messen, sie waren vermutlich zu kurz. Sie waren aber so stark, dass man sie über die Bucht kommen sehen sah. Der Wind wirbelte das Wasser auf, so dass Gischt in die Luft spritzte. Wenn die Böe dann über uns hinweg ging, machte unser Windgenerator eine Notabschaltung, kurz nachdem man dachte jetzt hebt Moya mit lautem Rotorgedröhn gleich ab. So ungefähr alle 2 bis 5 Minuten kam ein solcher Windhammer und drückte Moya von rechts nach links und wieder zurück, so dass sie vor Anker Slalom fuhr und die Ankerkette regelmäßig von der Rolle hüpfte. Bei diesem Wind gingen wir lieber nicht von Bord, sondern ertrugen unsere energiegeladenen Kindern und waren heilfroh, als die Böen während der Nacht nachließen.

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter stabilisiert und wir gingen Anker auf für den 25 Meilen Trip nach Ureparapara, der nördlichsten Insel der Banks Gruppe. 4 Stunden später holten wir einen kleinen Thunfisch an Bord und segelten danach in eine grüne Schlucht. Direkt hinein in den Krater eines erloschenen Vulkans Ureparapara, der bei seinem letzten Ausbruch eine Kraterwand in Meer hinausgesprengt hatte. Von weitem schon sahen wir mehrere Einbäume auf uns zu paddeln. Edward und Andrew und einige Kinder waren gekommen, um uns den besten Ankerplatz zu zeigen, nicht weit entfernt von ihrem Dorf auf der Südseite der Bucht in 6 Meter tiefem Wasser, Schlamm sorgt für perfekten Halt. Nachdem der Haken gesetzt ware, luden wir die beiden auf einen Kaffee ein und plauderten ein wenig. Die Kinder wollten beide nicht an Bord haben, so dass alle, nachdem Joshi und Joni Lollies verteilt hatten, einfach weiterhin Moya umkreisten. Erst bei einsetzender Dunkelheit paddelten sie wieder ins Dorf zurück.

Das Dorf Lesereplag ist wie aus dem Bilderbuch. Es liegt direkt am Ufer des Kraters, weißer Sandstrand, Palmen, Mangroven und eine Korallenriff davor. Zwei kleine Flüsse münden im Dorf ins Meer, über die die Dorfbewohner, Brücken aus Naturholz zusammengezimmert hatten. Die Hütten sind auch hier hauptsächlich aus Bambus und Palmenblättern gebaut, aber sehr hübsch verziert. Manche davon waren sogar mehrstöckig. Wie in allen Dörfern hier, war alles hergerichtet und aufgeräumt, Müll gab es keinen. Wir waren nur wenige Meter ins Dorf gegangen, als uns die hübsche, junge Rona mit ihrem einjährigen Sohn Stein auf dem Arm begrüßte. Sie sprach sehr gutes Englisch und lud uns auf einen Rundgang durchs Dorf ein. Sie zeigt uns die Häuser von Andrew und Edward, die Kirche, das Lagerhaus, nur zur Schule wollten wir lieber nicht, um nicht die Kinder vom Lernen abzuhalten. Am Rückweg kamen wir an einem aus Steinen gebauten Ofen vorbei. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass hier normalerweise für das ganze Dorf Brot gebacken wird. Momentan aber leider nicht, da es kein Mehl auf der Insel gibt. Später erfuhren wir, dass schon seit Juni kein Versorgungsschiff mehr gekommen war. Dem Chinesenhändler war sein Boot kaputt gegangen, vielleicht kommt er bis Weihnachten wieder. Eine staatliche Versorgung gibt es nicht. Die Menschen hatten also nicht nur kein Mehl, sondern auch keinen Reis, kein Öl, keine Streichhölzer und keine Seife. Sie leben nur noch von der fruchtbaren Insel ohne Radio, Fernsehen, Internet. Die einzige Art der Kommunikation mit der restlichen Welt ist das Handy, das aber auch nur auf dem Kraterrand, nach mehrstündigem Fußmarsch, manchmal funktioniert.

Als wir wieder bei Ronas Haus angekommen waren, kam uns ihr Vater, Chief Nickelson entgegen. Er war hier der Boss und hatte gleich seinen Sekretär Frederic dabei. Er war ganz offensichtlich froh uns zu sehen und zauberte nach einer kleinen Ansprache, vier Blumenketten hervor, die seine Frau für uns gebunden hatte und uns nun feierlich um den Hals legte. 335 Menschen leben in seinem Dorf, weit über die Hälfte davon Kinder, jeden Monat kommt mindestens ein neues Neugeborenes dazu, erzählt er. Die Schule wurde, wie alle Schulen auf den Inseln, von der EU gebaut, mit Solarstrom und Wasserversorgung. 79 Kinder gehen hier 6 Jahre lang in die Grundschule. Nur ein einziges Kind darf auf die weiterführende Schule nach Sola, alle anderen sind mit 12 fertig und werden teilweise auf andere Inseln zum Arbeiten geschickt. Das gesamte Dorf versucht das Schulgeld für das Solakind aufzubringen. Aber es gibt kein Geld auf der Insel. Geld wird zwar auch nur selten gebraucht, aber der Chinamann will nun doch Geld für den Reis wenn er kommt, die wenigen Handyrechnungen müssen bezahlt werden und eben auch das Schulgeld. Andrew fing an Holzarbeiten anzufertigen. Sehr schöne Holzschalen in Fischform, Masken und Wandschmuck versucht er nun an die 10 Yachten, die jedes Jahr auf die Insel kommen zu verkaufen. Natürlich kauften auch wir eine, für - sogar für uns - viel Geld. Außerdem handelten wir zu „ungünstigen“ Konditionen. 2 Papayas gegen Kinderkleidung, eine LED Leuchte, 4 Fläschen Seife, Mehl, Zucker und Öl. Ein Bund Bananen gegen unseren Thunfisch, T-Shirts, Batterien und Nähzeug. Ein Bund Frühlingszwiebeln gegen T-Shirts, Farbstifte, Reis und Zucker. Joshi und Joni luden vier Kids an Bord ein zum Pfannkuchen essen und Icetea trinken ein, danach bekamen Larry, Rocky, Tobo und Alex Farbstifte und je ein Schreibheft. Nur in diesem Dorf hätten wir Moya komplett leer machen können und hätten vermutlich dennoch nicht alle erreicht, so fühlen sich unsere Gaben eher an wie ein Tropfen auf den heißen Stein - man bräuchte eine ganze Schiffsladung. Trotzdem gab es einige lachende Augen, nicht nur von den Kindern, die mit Joshi und Joni mit ihren Einbäumen über die Bucht fetzten.

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