Letzte Position:
(auf Karte anzeigen)

Breite:
21° 21.0' N
Länge:
37° 00.7' O
Ort:
Khor Shinab, Sudan, Rotes Meer
Datum/Uhrzeit:
16.04.2019
17:30 UTC+3
Wettermeldung:
vom
16.04.2019 10:40 UTC+3
31 °C
Schwache Brise aus Ost

101 Cruising Tipps und Tricks

Tipps und Kniffe, die das Cruising Leben möglicherweise erleichtern. Unsortiert, in wilder Abfolge

1. Zementeimer statt Pütz.

An vielen Orten ist es fast unmöglich eine Pütz zu finden. Ein Zementeimer aus dem Baumarkt ist genauso stabil und funktioniert 1A

2. Gastlandflaggen malen.

Flaggen in guter Qualität, so dass sie in den Mast gehängt werden können, suchten wir häufig und fanden sie nur selten. Wenn man einen Laden findet, der welche verkauft am besten gleich alle kaufen, die auf der Route liegen. Ansonsten kann man die Flaggen mit Wasserfarben malen und einlaminieren.

3. Versandkosten minimieren.

Versand von Ersatzteilen nach Übersee kann sehr teuer sein. Versendet man an die Französische Kolonien können Versandkosten gespart werden (SVB nach Französisch Polynesien, 29€).

4. Stressfrei Pakte empfangen 1.

Manchmal weiß man ja schon lange im voraus, dass man etwas bestellen will. Auf zollfreien Inseln z.B. Langkawi spart man sich die Rennerei zum Zoll.

5. Stressfrei Pakete empfangen 2.

Alternativ bei Amazon bestellen, Amazon regelt in den meisten Fällen die Verzollung.

6. Angeln mit Handleine.

Ein Vorfach an eine ca 3mm Leine und ein Expander als Dämpfung verwandeln ein Seil in eine Handline mit der man genauso gut Angeln kann wie mit einer Angel.

7. Angelköder selbstbasteln.

Mit Crimpzange, Klemmen, Wirbel, Squidhülsen und Haken kann man sich ganz einfach seinen Köder selber bauen. Die sind dann viel günstiger und außerdem auch stabiler wie die gekauften. Seitdem wir unsere Köder selbst basteln sind signifikant weniger im Ozean verschwunden.

8. Ankelhaken.

Nicht alle sind zum Trolling geeignet. Solche mit zwei Haken funktionierten bei uns besonders gut. Am besten im Laden nachfragen.

9. Sicher Ankern bei Starkwind.

Den ersten Anker einfahren, danach die Kette wieder einholen bis nur noch ca. 8 Meter im Wasser sind. Jetzt mit einem Stück Seil mit Kettenvorlauf den Zweianker mit der Ankerkette verbinden und ins Wasser lassen. Zusätzliche kleine Kettenstücke mit Karabinern an der Ankerkette helfen auch mehr Gewicht ins Wasser zu bringen.

10. Brot backen.

Sauerteig im Schraubglas hält sich endlos im Kühlschrank, man muss nur darauf achten alle paar Tage zu Backen oder ihn sonst einmal pro Woche mit Mehl füttern. Auf keinen Fall darf der Sauerteig Stock in Berührung mit Hefen kommen, sonst überwachsen die Hefen und der Teig ist hin.

11. Dampfkochtopf.

Mit einem Dampfkochtopf und Schraubgläsern kann man Fisch (wenn man einen großen fängt), Fleisch und Gemüse einkochen. Bei Thunfisch schmeckt das wie eine gekaufte Thunfischkonserven. Außerdem spart er Gas und man kann notfalls darin backen.

12. Eintöpfe vorkochen.

Bei geschlossenem Deckel kann man einen Eintopf vorkochen und einen Tag außerhalb des Kühlschranks lagern. Vor dem Genuss muss er dann aber nochmal gründlich aufgekocht werden.

13. Frisches Gemüse nach Wochen.

Kürbisse aufsparen bis zum Schluss. Sie sind Monate lagerfähig

14. Kleiner Kühlschrank?

Butter in Dosen kaufen, gibts im Pazifik überall

15. Kartoffeln nach Wochen

Kartoffeln müssen unbeschädigt sein und nicht sprießen dann halten sie ungewaschen Wochen

16. Haltbare Eier.

Eier möglichst frisch kaufen und alle paar Tag in der Schachtel umdrehen, dann halten sie auch außerhalb des Kühlschranks 2-3 Wochen

17. Frisches Obst und Gemüse.

Obst und Gemüse möglichst nicht gekühlt kaufen, sondern vom Bauern am Markt, dann halten sie viel länger.

18. Salat auf Passage.

Alpha Sprossen lassen sich in einem Sprossglas in 7 Tagen züchten. Sie sind ein guter Ersatz für Blattsalat. Krautköpfe sind an einem kühlen Ort auch Wochen haltbar für Krautsalat.

19. Vollkornmehl.

Roggen und Dinkelmehl in Europa kaufen, gibt es außerhalb nur selten.

20. Obstnetze.

Obst hält sich in gut belüften Netzen deutlich länger. Außen geht auch, aber im Schatten.

21. Mehlmotten und Rüsselkäfer.

Mehl und Reis Vakuumverpacken verhindert die Ausbreitung von Mehlmotten und Rüsselkäfern. Außerhalb Europas ist die Ware oft schon in der Originalverpackung mit Eiern befallen. Alternativ kann man die Packungen auch drei Tage einfrieren, dann sind die Eier abgetötet.

22. Bücher:

ebooks werden von Cruisern getauscht. Wer gerne liest sollte ein ebook reader dabei haben.

23. Festplattenspeicher.

Selbst wenn man nicht filmt und nicht viel fotografiert lohnt sich ein großer Speicher. Cruiser tauschen auch gerne Musik und Filme.

24. Schlechte Seekarten?

Nicht für alle Gegenden ist gutes Kartenmaterial erhältlich. Ein Blick in Google Earth macht of Vieles einfacher. Sandpatche und Riffe kann man oft gut ausmachen, Wassertiefen nicht. Ovital speichert die Satellitendaten offline.

25. Faltbarer Bollerwagen.

Er hat uns bei langen Märschen zum Supermarkt oft gerettet - mit Kindern sowieso.

26. Ankerplatz.

Manchmal weiß man nicht richtig wo sicher geankert werden kann. Navionics community edits einschalten, dort gibt es in den nahen Zoomstufen oft noch weitere Hinweise.

27. Flex.

Die Wantenschneider versagen oft nach dem ersten Want, wir haben deshalb für den Notfall eine Flex an Bord.

28. Anoden.

Unsere Wellenanode 40mm haben wir außerhalb Europas gar nicht auftreiben können. Andere Anoden sich auch oft schwierig zu finden und teuer. Wenn man kann besser alle Anoden mehrfach als Ersatz dabei haben.

29. Ersatzteile.

Manchmal ist es billiger und effizienter die Teile trotz der hoher Versandkosten schicken zu lassen, als tagelang herum zu rennen. Oft findet man Teile gar nicht oder sie sind viel teurer als in Europa oder Amerika.

30. Reisestromadapter.

Für Landausflüge besser dabei haben.

31. San Blas.

Vernünftige Karten fanden wir nur im Panama Cruising guide.

32. Passatbesegelung.

Wir fuhren bei Leichtwinden entweder mit Spi und ausgebaumter Genua oder mit ausgebaumter Genua und gesichertem Grosssegel bzw. ausgebautmer Genua und Fock bei stärkerem Wind.

33. Plastikmüll.

Auswaschen und kleinschneiden (mit Metallschere) verhindert stinken und reduziert das Müllvolumen drastisch.

34. Panama Kanal.

Transit ohne Agent ist unkompliziert möglich und spart nicht nur Geld sondern eventuell auch Zeit, da man täglich telefonisch nach neuen Durchfahrtslots anfragen kann. Wenn ein Schiff schon mal durchgefahren ist und man die SIN hat, spart man sich die Vermessung.

35. Line Hander für den Panama Kanal.

Andere Cruiser wollen oft als Test vorab mitfahren, sonst kann man welche mieten, in der facebook gruppe cruising panama anfragen oder in backpacker Hostels nach jemanden mit Segelerfahrung fragen.

36. Bargeld.

Fast überall gibt es ATMs, für Afrika lohnen sich aber größer USD Reserven anzulegen.

37. US Dollar.

In vielen Ländern kann mit USD bezahlt werden, aber nur in wenigen kann man USD direkt am Geldautomaten abheben. Wenn man Gebühren sparen will lieber mehr abheben, wenn es geht.

38. Tupperdosen gegen Salzwasseratmosphäre.

Nach etwa einem Jahr an Bord waren bei uns alle Ladekabel und Ladestecker kaputt. Wer will, dass die länger halten muss sie in Tupperdosen oder Zippbeuteln lagern. Auch die USB Buchsen der Computer sind schon angegriffen.

39. Wasserdichttasche.

Bereits eine Sekunde im Salzwasser tötet ein Smartphone. Um an Land zu tuckern, kommen alle elektronischen Geräte in eine wasserdichte Tasche. Wasserdicht cases für Telefone und Tablets empfehlen wir auch.

40. Stempel.

In Asien und Afrika ist ein Bootsstempel quasi ein Muss.

41. Drucker.

Wir haben nur einen Fotodrucker an Bord. Einen richtigen Drucker hätten wir aber oft Wert geschätzt. Die Behörden wollen soooo viele Kopien...

42. Impfpass.

Sollte man dabei haben. Unsere Gelbfieberimpfung wurde das ein oder andere Mal kontrolliert.

43. Gefrierschrank.

Wäre gut zu haben, aber es geht auch ohne. Ohne Generator ist der Strombedarf nur schwer zu decken.

44. Wassermacher1.

Während der Ankermanöver ist die Maschine ohnehin an, so dass der Strom zusätzlich direkt zum Wassermachen verwendet werden kann.

45. Ein Seil für die Schuhe.

Hält sie zusammen und man muss sie nicht einzeln aus dem Dingi sammeln.

46. Schuhe reparieren.

Sikaflex eignet sich auch zum Sohlen ankleben. Schuhe findet man nur selten auf den Pazifikinseln.

47. Wasserschuhe.

Sind ein Muss auf den Atollen (scharfe Riffe).

48. Sonnenmilch.

Ist außerhalb Europas fast überall sehr teuer. Eventuell Vorräte anlegen?

49. Antirutschmatten

Erleichtern das Leben an Bord erheblich.

50. Internet.

In fast jedem Land sind SIM Karten günstig erhältlich. Das ist der einfachste und oft sogar schnellste Weg zum Internet.

51. Radar.

Eignet sich auch prima um Squalls zu lokalisieren und bei Nacht brechende Riffe zu sehen.

52. Wassermacher2

Es lohnt sich! Die meisten Cruiser haben einen und genießen lieber die einsamen Strände, als unschöne Häfen.

53. Externer Wasserabscheider.

Säubert den Diesel bevor es in den Tank geht.

54. Gas auffüllen1.

Ist oft ein Problem, besonders im asiatischen Raum. Adapter auf europäische, australische oder amerikanische Flaschen findet man auch nicht immer. Es hilft trotzdem möglichst viele Adapter dabei zu haben um zu improvisieren.

55. Gas auffüllen2.

Außerdem ist es auch sinnvoll ein Hochdruckschlau dabei zu haben, notfalls kann man dann die Flaschen selbst befüllen. Die volle Flasche vorher in die Sonne stellen, die leere in den Schatten. Dann die volle auf den Kopf stellen und über die untere hängen. Durch den Druckunterschied wird das Gas dann in die leere gedrückt. Ach ja, Campinggaz ist an vielen Orten kein Vorteil.

56. Emla.

Ist eine Salbe für die Örtliche Betäubung und unser meist genutztes Medikament. Wenn die Kinder mal wieder einen Splitter im Finger haben...

57. Kayak oder stand up paddle board.

Geben Flexibilität! Dann müssen nicht immer alle zusammen an Land unterwegs sein, außerdem braucht man kein Benzin.

58. Schlagendes Vorsegel.

Am Spi Baum des ausgebaumten Vorsegels eine Leine befestigen und am Bug unter Spannung befestigen. Wenn das noch nicht hilft in der Mitte des Spibaums eine von oben kommende Leine befestigen. Die Segel schlagen dann vermutlich immer noch durch die Dünnung, es ist aber wesentlich erträglicher.

59. Vibrationen im Mast.

Bei uns hat Reffen oft geholfen.

60. Nachtwache.

Timer stellen beruhigt und eventuell noch einen zweiten Wecker in Riffgegenden dazu.

61. Nachtfahrt.

Gereffte Segel sorgen für Entspannung. Die Freiwache muss weniger häufig geweckt werden. Man kommt zwar langsamer an, dafür komfortabler.

62. Motorausfall?

Don’t panic! Wir haben Leute getroffen, die sind ohne Maschine um die ganze Welt gesegelt.

63. Autopilotausfall?

Don’t panic! Man kann die Segel so austrimmen, dass das Boot in die gewünschte Richtung fährt. Dann das Ruder mit zwei Seilen befestigen, so dass es noch Spiel zum Pendeln hat. Bei einem fixierten Ruder würde das Boot eine Kurve fahren.

64. Ankerwahl.

Wir sind mit unserem CQR sehr zufrieden. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein nicht haltender Anker hauptsächlich am Untergrund liegt. In manchen Buchten driftet keiner, in anderen dafür gleich eine ganze handvoll Boote mit verschiedenen Ankern an Bord.

65. Ankerkette.

50 Meter haben uns gereicht, 70 Meter wären noch besser gewesen. Alles drüber macht zumindest ohne Tauchequipment an Bord wenig Sinn, da man notfalls seinen Anker freitauchen können sollte. Wenn man zwischen Korallenköpfen ankert passiert es leicht, dass man ihn von oben nicht lichten kann. Wir haben deshalb wenn irgend möglich nicht in tieferen Wasser als 10 Metern geankert.

66. Seitwärts Fahren mit einem Langkieler.

Bei Wind von vorne kann man auch ohne Bugstrahlruder mehr oder weniger auf der Stelle seitwärts fahren. Das Boot dafür leicht anstellen, dass der Wind ganz leicht von der Seite kommt in die man nicht fahren möchte, dann mit leichten Gasschüben das Boot auf gleicher Höhe halten. Der Wind drückt dann langsam das Boot in die gewünschte Richtung.

67. Navigation in Atollen.

Im Internet gibt es eine Reihe von Tools, die den besten Zeitpunkt für die Einfahrt berechnen. Wir haben uns das angeschaut und festgestellt, dass die Tools absolut katastrophal programmiert sind und großteils falsche Angaben machen. Folgende Faustregel war für uns sehr hilfreich: Bei wenig Wind und Welle ist bei Hoch- oder Niedrigwasser slack water. Prinzipiell strömt aus den Pässen der Atolle das Wasser default aus, da es mit den Wellen über die Riffe hereinkommt aber nur durch den Pass heraus. Bei starken Wellen >1.5m (ca. 30 Minuten für jeden halben Meter), ist deshalb slack water bereits vor Hochwasser und nach Niedrigwasser. Bei starken Winden >15 Knoten genauso (ca. 30 Minuten für jeden Tag über 15 Knoten). Je stärker Wind und Welle, desto mehr ist slack water verschoben. Am besten rechtzeitig vor dem geschätzten Zeitpunkt da sein und warten bis sich die Turbulenzen im Wasser beruhigen. Achtung Wind gegen Welle Konstellationen vermeiden, d.h für die Ein oder Ausfahrt geht manchmal eventuell nur Hoch- oder nur Niedrigwasser.

68. Originalpapiere.

Wir wurden nie nach unseren Original Bootspapieren gefragt. Farbkopien haben immer gereicht.

69. Getränkedosen.

Getränkedosen scheuern aneinander und reiben sich ab. Nach einem halben Jahr kann es passieren, dass die Dosen durch sind.

70. Basis Verpflegung.

Wo Menschen leben gibt es Grundnahrungsmittel! Weizenmehl, Reis, Nudeln, Milch, Zucker und Salz aber auch Kekse gibt es überall zu kaufen. Do not over stock! Oft ist die Haltbarkeit deutlich kürzer als wir das von Europa kennen.

71. Spezial Verpflegung.

Gibt es irgendwann überhaupt nicht mehr oder nur zu astronomischen Preisen z.B. Vollkornmehl, Körner, in bestimmten Ländern Käse, Rind und Schweinefleisch und vieles mehr. Vorräte anlegen wenn möglich.

72. Verschreibungspflichtige Medikamente.

Wir wurden mehrfach von Behörden kontrolliert. Besonders problematisch sind Betäubungsmittel. Am besten das Rezept vom Arzt an Bord haben. Falls man das nicht mehr hat, helfen zwei Stocks, einen den man vorzeigen kann mit den frei zugänglichen Medikamenten und einen geheimen für den Rest.

73. Maststufen.

Erleichtern den Riggcheck vor jeder Passage.

74. Moskitonetze.

Sollte man möglichst für alle Luken haben, es wird trotzdem damit heiss im Schiff.

75. Sicherungsequipment.

Karabiner und Gurte gibt es deutlich bessere und günstiger beim Kletterbedarf als beim Yachtbedarf.

76. Walkie Talkies.

Sind hilfreich für den Landgang.

77. Beschattung.

Auf der Barfussroute geht es nicht ohne zumindest im Cockpit. Besser ist wenn man zusätzlich Sonnensegel dabei hat für den Ankerplatz und/oder auch Blenden für die Luken.

78. Ölzeug und Gummistiefel.

Hatten wir von Portugal mit der Barfuß Route nach Westen bis ins Mittelmeer gar nicht an. Dicke Pullis sehr selten.

79. Grib Files.

Sind für uns oft die wichtigste Wettervorhersage. Aber Achtung die files (egal welches Modell) sagen bestimmte Phänomene NICHT vorher. Dazu gehören lokale Wetterphänomene, Zyklone aber auch Windscherungen. Besonders im Pazifik zeigten die files manchmal Flaute, obwohl zwei Windsysteme mit starkem Wind aufeinander trafen. Es lohnt sich zusätzlich in die Wetterkarten und Zyklonprognosen zu schauen.

80. Riffnavigation.

Bei klarem Wasser kann man Riffe, wenn die Sonne im Rücken steht gut ausmachen. Am besten vom Bug aus.

81. Ankern in Atollen.

Wenn der Wind von der falschen Seite kommt, am besten einmal durchs Atoll fahren und an der Luvseite ankern, als vor dem Ort, dort kann es sehr ungemütlich werden.

82. Neopren Anzug.

Selbst im waren Wasser kühlt man bei längerem Schnorcheln aus. Hilft auch gegen Schnittverletzungen, wenn man das Unterwasserschiff reinigt. Seepocken und Entenmuscheln können scharf sein.

83. Gewitter.

Elektronische Ausrüstung ist im Backofen sicher. Oder eingepackt in Alufolie.

84. Dingianker mit Kettenvorlauf.

Ist sehr empfehlenswert, damit man vor der Brandung ankern kann und damit das Dingi von den Wellen nicht unter den Steg oder den Anleger gedrückt wird.

85. Schüsseln.

Schüsseln an Bord sollten einen breiten Boden haben, damit sie nicht so leicht kippen.

86. Solar- oder Windenergie?

Wir finden man braucht Beides.

87. Ölfilterwechsel.

Babywindeln saugen das tropfende Öl hervorragend auf.

88. Dinge, die man immer am Boot haben sollte

Sprühkriechöl, Küchenrolle, Kaffee .....

89. Trinkwasser.

Schmeckt besser vom Wassermacher, wenn es remineralisiert wurde und nicht im Tank gelagert wurde. Dafür benötigt man eine Remineralisierungskasette und einen Wasserhahn für die Abfüllung in Flaschen.

90. Ankern.

Wenn man an Schwell geschützten Orten (z.B. hinter Riffen) mit etwas Wind ankert entgeht man den Moskitos und es ist kühler im Schiff.

91. Entwicklunghilfe.

Auf der Barfussroute kommt man in sehr armen Ländern vorbei (Vanuatu, PNG, Salomonen, Eritrea, Sudan, die restlichen Länder waren hochentwickelt oder zumindest Schwellenländer). Wer Platz hat könnte sich überlegen second hand Kinderkleidung mit zu nehmen oder vor Abfahrt eine Fundraising Aktion starten um mit dem Geld dann vor Ort Angelhaken, Taucherbrillen, Solarlichter, Stifte, Hefte und sogar Grundnahrungsmittel zu kaufen.

92. Bakschisch.

Haben wir auf unserer Reise Offiziellen nie angeboten und wurden auch nicht danach gefragt.

93. Reffen auf Kurs.

Lohnt sich zu lernen. Auf am Wind Kursen reicht of die Grossschot ein bisschen raus zu lassen. Vor dem Wind kann man Schrittweise das Segel am Fall ablassen und mit den Reffleinen nach unten ziehen. Ausreffen funktioniert analog.

94. Sicherung des Grosssegels.

In den Passatwinden ist eine Sicherung unerlässlich, der Schwell schubst die Yachten ganz schön herum. Wir haben von anderen Cruisern gehört, deren Bäume durch eine mittig angebrachte Baumbremse gebrochen ist. Bullenstander am besten ganz am Baumende anbringen bis weit vor den Mast ziehen und z.B über eine Rolle wieder ins Cockpit führen. Wenn man das auf beiden Seiten macht, ist immer ein Bullenstander lose und einer gesetzt und man muss nicht unterwegs aufs Vordeck.

95. Dingi sichern.

An Land haben wir immer ein Stahlseil und Schloss dabei, um das Dingi anzuschließen. Nachts macht es in vielen Regionen Sinn das Dingi aus dem Wasser zu ziehen und zu sichern. Wer keine Davits hat kann dafür eine Leine aus dem Masttop verwenden.

96. Verbrauchsmittel für Wartungsarbeiten.

Am besten für die gesamte Reise aus Europa mit nehmen, das erspart viel Rennerei.

97. 2 Komponenten Kleber.

Funktioniert um Längen besser für die Dingi Reparatur als die Kleber in den Reparaturkits

98. Moskitospray.

DEET haltige Sprays helfen am besten.

99. Leichtwindsegel.

Wir haben einen Blister im Bergeschlauch, diesen haben wir eine Vielzahl von Malen gesetzt, da wir sonst hätten motoren müssen. Wir waren sehr dankbar über die einfache Handhabung.

100. Seekrankheit.

Nicht jedes Medikament wirkt bei jedem oder hat vielleicht nur Nebenwirkungen. Es ist sinnvoll mehrere verschiedene Wirkstoffe an Bord zu haben und auszuprobieren, was die beste Medikation für eine bestimmte Person ist. Achtung einige Medikamente wirken nur wenn man sie bereits einige Stunden vor Abfahrt nimmt. Wer nicht auf Pharmazeutika zurückgreifen will, kann hochdosierte Vitamin C Tabletten vor und während Passagen nehmen, die Wirkung ist allerdings nicht nachgewiesen. Ingerkapseln halfen bei uns allen Seekrankheitsgeplagten, wenn auch nicht als Ausschalter. Ingwer-Lemon Tee beruhigt den Magen bei Übelkeit. Personen denen es schlecht geht sollten sich hinlegen und dabei unbedingt die Augen schließen. Wenn es noch nicht ganz so schlimm ist, die kranke Person ins Cockpit an die frische Luft verfrachten oder noch besser ans Ruder stellen. Auf keinen Fall sollte man seekrank lesen, in engen Räumen aufhalten oder kochen.

101. Außenboarder.

Wir haben einen Zweitakter mit 2.5 PS. Vorteile: Man kann ihn selbst zerlegen und wieder in Gang kriegen selbst, wenn er im Salzwasser lag. Er springt immer an. Nachteil: 2.5 PS ist wenig, wir sind immer die Langsamsten.