Latest position:
(show on map)

Latitude:
44° 50.5' N
Longitude:
13° 50.5' O
Place:
Veruda Marina, Pula, Kroatien
Date/Time:
13.08.2019
12:15 UTC+2
Weather report:
from
13.08.2019 11:45 UTC+2
88 °F
Gentle breeze from Northwest
30.12.2017 - Petit Rameau, Tobago Cays

Stehende Wellen

Ich sitze im Salon. Die Sonne geht grade auf und strahlt die Cumuluswolken über uns an. Sie leuchten orange-gelb. Im Schiff ist es noch sehr ruhig, Christian und Joshua liegen noch in ihren Kojen, nur Jonathan sitzt neben mir und hilft mir beim Schreiben. Zwei Wörter schreiben, eins wieder löschen - Joni lacht wenn mein der Cursor an einer anderen Stelle landet - so arbeiten wir uns langsam voran.

Wir waren gestern morgen Anker auf gegangen und auf die kurze Passage nach Myreau gestartet. Ein frischer Ostwind wehte, die Atlantikwellen kamen ungebremst zwischen den Inseln. Selbst mit unserem vor dem Wind Kurs schaukelte es ganz schön, aber das war Nichts im Vergleich zu den entgegen kommenden Yachten - die wurden richtig durchgeschüttelt, selbst die Kats stampften gegen die Wellen. Trotzdem war unterwegs war einiges los, so viele Boote hatten wir schon lange nicht mehr auf dem Wasser gesehen. Auch in der Salt Whistle Bay war es voll, nur mit Mühe schafften wir es überhaupt in die Bucht, befanden sich doch am Süd- und am Nordufer zwei Korallenriffe. Dazwischen drängten sich bestimmt 20-30 Boote, ziemlich viel für so eine kleine Bucht. Selbst nach etlichen Versuchen konnten wir uns nicht auch noch dazu quetschen und drehten dann um. Spontan entschieden wir in den Nationalpark Tobago Cays zu fahren.

Die Tobago Cays sind 5 kleine Inselchen, die gegen den Atlantik von einem großen Korallenriff abgeschirmt werden. Hier wohnen Fische, Seesterne und Schildkröten, aber keine Menschen. Eigentlich wollten wir bei dem starken Wind, der ungebremst vom Atlantik auf die Inseln weht, nicht hierher fahren. Und tatsächlich brachen sich bei der Anfahrt um uns herum die Wellen. Weiße Gischt stand am Horizont wohin wir auch blickten - das war ganz schön unheimlich, wußten wir doch, dass Moya, wenn wir nicht gut aufpassen, von Wind und Strömung auf die Riffe gedrückt werden kann. Seglerisch sind die Cays nicht einfach - hier haben schon viele Schiffe Schaden erlitten - deshalb sind wir noch vorsichtiger als sonst. Inzwischen steht Moya sicher zwischen den Inselchen. Das Eisen ist im weißen Sand eingegraben. Ich war ganz entzückt als ich es beim Anker schmeißen habe im Boden verschwinden sehen habe - so kristallklar ist hier das Wasser. Trotz Atlantikwind stehen wir hier ruhiger vor Anker als in Canouan und genießen die Natur hier. Schildkröten haben wir bisher noch keine gesehen, dafür aber riesige Seesterne und strahlende Kinder, die Burgen unter Palmen errichteten.

This post has 2 comments.
31.12.2017:
Comment from Dieter
Einen guten Rutsch und alles Gute für euer Segelabenteuer 2018! Wir werden auf euer Wohl und das Wohl unserer Ex trinken! In genau 8 Stunden. Ihr habt ja noch mehr Zeit. Mit herzlichen Grüßen, Adolf und Dieter
31.12.2017:
Comment from Dieter
Ach ja, vergessen, man wird nicht jünger... ganz naaaachträglichen Glückwunsch zum Geburtstag! Man muss auch mal der Letzte sein können :-))) Adolf und Dieter